Vergleich zwischen Thoraxmanipulation und incentiver Spirometrie zur Verhinderung von postoperativer Atelektase

Die Atelektase ist eine vermeidbare Komplikation, die oftmals nach einem chirurgischen Eingriff im Oberbauch auftritt. In unserer einjährigen randomisierten Studie (Versuchsauswerter geblindet) wurden Patienten nach einer Cholezystektomie mit geringem Risiko entweder mit der lympathischen Pumpe am Thorax (n = 21) oder mit einer incentiven Spirometrie (n = 21) behandelt, um die Atelektase zu vermeiden. Die Behandlungsgruppen waren hinsichtlich des Atelektase-Risikos und der Abweichungen der präoperativen Atemparameter (Vitalkapazität - VC und Einsekundenkapazität – FEV1) vom vorhersehbaren Wert gleichwertig. Atelektase trat bei (5%) von 21 Patienten auf, unabhängig davon, ob eine incentive Spirometrie oder eine thorakale lymphatische Pumpbehandlung durchgeführt wurde. Die Patienten der Studiengruppe, die mit der lymphatischen Pumptechnik am Thorax behandelt wurden, erholten sich schneller und kehrten schneller zu den präoperativen VC und FEV1 Werten zurück als die Patienten, die mit der incentiven Spirometrie behandelt wurden.

Comparison of thoracic manipulation with incentive spirometry in preventing postoperative atelectasis
SANDRA L. SLEZESZYNSKI, DO; ALBERT F. KELSO, PHD
JAOA Vol 93 No 8 August 199; S 834-845